| Kurt Grosskurth | Vom "Deutschen Haus" zum deutschen Film | |||||
| Schauspieler und Sänger | ||||||
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Bald
nach seiner Geburt (11.5.1909 in Langenselbold Hanau) wurde im Jahr
1910 Betzdorf seine Heimat. Sein Vater Karl übernahm zunächst das Hotel
Siegerland und ein paar Jahre später dann das "Deutsche Haus". Seinen Sohn Kurt schickte dieser in den 20er Jahren zur Hotelfachausbildung nach Essen, London und Heidelberg, doch so recht schien dem dies nicht zu gefallen. An anderem fand er mehr Vergnügen: Im Boxen brachte er es bis zum westfälischen Jugendmeister im Weltergewicht. Anfang der 30er Jahre gibt er den erlernten Beruf ganz auf und wechselt zur Bühne, studiert Schauspiel und Gesang. Es folgen Engagements an einer Reihe von Theatern in der Provinz, schließlich Gastspiele in Hamburg und Berlin. Nach Kriegsdienst und Gefangenschaft kommt er zu Gründgens an die Städtische Bühne Düsseldorf. 1949 steht er dann zum ersten mal vor der Kamera. Film und Operette - die Vergnügungen der 50er Jahre - machen ihn im ganzen Land bekannt. Als Schauspieler und Sänger auf Bühne und Leinwand erfreute Kurt Grosskurth Millionen. Leichte Komödien und Operetten waren sein Metier. Er spielte nie DIE Hauptrolle, aber war in einer Unmenge von Filmen zu sehen, die in ihrer Vielzahl einen Querschnitt der gesamten Kinounterhaltung der 50-70er Jahre widerspiegeln. Er stand vor der Kamera mit Gert Fröbe, Heinz Ehrhardt, Karl Schönböck, Udo Jürgens, Toni Sailer, Dietmar Schönherr, Vivi Bach, Beppo Brem, Peter Weck, Hans-Joachim Kulenkampf, Boy Gobert, Wolfgang Neuss, Hubert von Meyerink, Rex Gildo, Eddi Arent, Joachim Fuchsberger, Karin Dor, Gustav Knuth, Peter Kraus, Conny Froboess, ja mit fast all den Stars der Unterhaltungsfilme jener Zeit. Er spielte auch noch in einem der Western-Filme von Harald Reinl (Der letzte Mohikaner), die jedoch nur kurz den Niedergang des deutschen Films aufhalten konnten. So fand er sich - wie viele seiner Kollegen - in den Sexklamaukfilmen des Alois Brummer wieder. |
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Anfang der 70er Jahre war er
aber - wenn auch nur in kleinen Nebenrollen - sogar in
internationalen Großproduktionen wie "Ludwig II." von
Visconti und "Blaubart" von Hollywood-Regisseur Dmytryk zu sehen,
stand an der Seite von Richard Burton, Raquel Welch, Romy Schneider und
Trevor Howard und spielte im französischen Film "Die
Schattenlinie" unter der Regie von Franju. Auch auf der Bühne war zuhause. Zeitweilig gehörte er zum Ensemble des Millowitsch-Theaters. Immer wieder spielte und sang er in Operetten. Er starb kurz nach seinem 66 Geburtstag am 29.5.1975 bei einem Verkehrsunfall in Bad Aibling. |
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| Verzeichnis seiner Filme und Operetten | ||||||
| 50er Jahre | 60er Jahre | 70er Jahre | ||||
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| Filme | Hochzeit
mit Erika (1950) Das Bankett der Schmuggler (1952) Die Nacht ohne Moral (1953) Die Geschiedene Frau (1953) Die kleine Stadt will schlafen gehen (1954) Sonne über der Adria (1954) Rosenmontag (1955) Frauen um Richard Wagner (1956) Hurra - die Firma hat ein Kind (1956) Holiday am Wörthersee, 1956 Die verpfuschte Hochzeitsnacht (1957) Der müde Theodor 1957 Mikosch, der Stolz der Kompanie, 1957 Mit Rosen fängt die Liebe an (1957) Gruß und Kuß vom Tegernsee (1957) Bühne frei für Marika, 1958 Der Sündenbock von Spatzenhausen (1958) Gräfin Mariza (1958) Der lustige Krieg des Hauptmann Pedro, 1959 Kein Mann zum Heiraten, 1959 Mandolinen und Mondschein, 1959 Mikosch im Geheimdienst, 1959 |
Schlagerparade
(1960) |
Obszönitäten,
1971 |
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| Musik | Die Entführung aus dem Serail" (1956) |
Der
Vogelhändler(1960) (TV) Das Land des Lächelns (1961) (TV) Florentiner Hut, Ein (1967) (TV) |
Seefestspiele Mörbisch: Die ungarische Hochzeit (1970) Die Csardasfürstin (1971) |
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| TV |
Der
Vogelhändler(1960) (TV) |
Die Powenzbande (1973) | ||||
Siehe auch: Volz, Franz-Eugen - Kurt Großkurt, in: Lebensbilder aus dem Kreise Altenkirchen, hrsg. vom Heimatverein des Kreises Altenkirchen, 1979, S. 25ff.